DIAMANT-ANATOMIE
Nach dem Schleifen und Polieren weisen alle Diamanten eine Reihe gemeinsamer Merkmale auf, die oft als die Anatomie des Diamanten bezeichnet werden. Obwohl die individuellen Proportionen, Winkel und die Anordnung dieser gemeinsamen Merkmale bei Diamanten unterschiedlicher Form variieren, ist ihre Definition dieselbe.

TISCH
Die ebene Fläche an der Oberseite des Diamanten. Dies ist die größte Facette des Diamanten.
Der Tafelprozentsatz ist das Verhältnis der Breite der obersten Facette des Diamanten zur Breite des gesamten Steins.
Wenn das prozentuale Verhältnis in der Tabelle stimmt, erzeugt es eine große Menge an Feuer und Brillanz.
KRONE
Die Tafel ist der obere Teil eines Diamanten, gemessen von der Rundiste bis zur Tafel. Sie befindet sich oberhalb der Rundiste (der breitesten Stelle des Diamanten) und erstreckt sich unterhalb der Tafel. Die Krone eines Diamanten reicht von der Oberseite des Steins bis zur Rundiste. Kronen können entweder Stufenschliff- oder Brillantschliff-Facetten aufweisen.
GÜRTEL
Es handelt sich um den schmalen Rand um den breitesten Teil eines Diamanten. Dieser Abschnitt bildet den Schnittpunkt des Pavillons (der Unterseite des Diamanten), der den Umfang des Diamanten definiert. Er wird auch als Fassungskante bezeichnet, da die Rundiste der Bereich ist, in dem der Diamant beim Fassen in einem Schmuckstück gehalten wird.
PAVILLON
Der Pavillon ist der untere Teil eines Diamanten, der sich von der Rundiste bis zur Kalette erstreckt. Er verbindet Rundiste und Kalette und bildet deren Unterseite. Der Pavillon ist entscheidend für die Lichtreflexionseigenschaften des Steins. Ein gut geschliffener Pavillon sorgt dafür, dass maximal viel Licht von der Oberfläche des Steins reflektiert wird. Bei einem zu tiefen oder zu flachen Schliff entweicht das Licht an der Unterseite und den Seiten, wodurch das Funkeln des Diamanten beeinträchtigt wird.
CULET
Die Kalette ist die Facette an der Spitze eines Edelsteins. Die bevorzugte Kalette ist mit bloßem Auge nicht sichtbar (Bewertung: „keine“ oder „klein“). Diese kleine Facette diente ursprünglich dem Schutz des Pavillons des Diamanten, heutzutage sind die Fassungen jedoch meist so stabil, dass diese Facette überflüssig wird.
